Tattoomesse Würzburg 2016

Fussball-EM, Sonne, 30°C sind nicht die beste Kombination fuer eine Tattoomesse. So besuchten in Würzburg am Samstag den 25.06.2016 doch deutlich weniger die Convention, als ich vorhersagte.

Dies machte sich fuer interessierte und farbbegeisterte Besucher jedoch streckenweise bezahlt, denn Termine, sehr guenstige Wanna-Do Motive waren an fast allen Staenden zu haben.

So sah man oft recht spontane, auch grosse Motive und nicht die ueblichen Kleinigkeiten in die Haut der Besucher wandern.

Wer sich mit einem neuen Tattoomotiv noch nicht sicher war, der konnte (sorry Ladies) seinem Haupthaar oder Bart bei den Jungs von Maenneken trimmen lassen. Schoen zu sehen, dass Barber weiter einen so guten Anklang finden.

Die Halle selbst war klimatisiert, man stand nicht im eigenen Saft, auch wenn mehr Sitzgelegenheiten schoen gewesen waeren um ein wenig pausieren zu koennen.

Der Contest war recht gut besucht, auch weil es wieder eine Kategorie „Old“ gab, in denen abgeheilte Tattoos von Kuenstlern praemiert wurden, die auch vor Ort einen Stand haben mussten. Also nicht offen fuer alle.

Best of Big und Best of Day gingen an Elias Erävalo vom Royal North Tattoo Club aus Finnland.

Best of Crazy gewann der „kreisende Mittelfinger“  😉 Sehr schoene Idee.

Tattoomesse Fürth 2016…

wieder mal im Fraenkischen, befinden wir uns am 11.06 2016 zur 4. Tattoomesse Fuerth, die nach 2 jaehriger Pause in neuem Gewand und in neuer Umgebung, naemlich der Stadthalle Fuerth, ihre Tore oeffnete.

Der freundlichen Einladung vom Veranstalter Tattoo-Liebe folgten wir gerne und so genossen wir bei beinahe sommerlichem Wetter einen Tag lang die Convention, die noch bis zum 12.06. andauerte.

Gleich vorweg, die Location an sich ist toll, vor allem wenn man photographieren moechte. Viel Licht, direkte Beleuchtung von oben und saubere sanitaere Anlagen. Weniger gelungen empfanden wir die Preise fuer Essen und Getraenke. 2.50 EUR fuer 0.25l Wasser sind happig, denn bei bis zu 10h, die mancher auf der Messe verbringt, muss man einfach oft trinken. Abgesehen davon, prima.

Die Parksituation ist bei manchen Messen eher „ungluecklich“, vor allem wen die Location nicht fuer Massen an Menschen gedacht sind, wie sie eine gute Tattoomesse eben anzulocken versucht. Das Parkhaus der Stadthalle ist jedoch recht gross und so parkt man fuer 10.- EUR am Tag direkt unter dem Geschehen. Gaeste aus der direktem Umgebung reisen vermutlich direkt mit Bus oder Bahn an.

Die Buehne und damit das Showprogramm sind abgetrennt vom Trubel der Messestaende und laden ein, in Ruhe seine Brotzeit zu machen, dem Showprogramm seine Aufmerksamkeit zu schenken oder auch um einfach nur zu pausieren und die Eindruecke wirken zu lassen.

Freundliche Menschen, nette und vor allem gute Taetowierer, viele alte Freunde und Bekannte treffen, das gefaellt.

Um alten Gewohnheiten nachzugeben, verlasse ich diese Messe wieder einmal mit einem Souvenir, diesmal auf meinem Schinken und Sebastian Grebhardt von Cubano Ink verewigte sich zum ersten Mal in meiner Haut. Tolle Sache, dass er dafuer gleich mit dem 3. Platz bei „Best of Crazy“ belohnt wurde.

Aber auch die anderen Teilnehmer konnten durch die Bank mit fabelhaften Motiven aufwarten und teilweise bis zu 8-stuendige Tattoo Sitzungen am Samstag haben sich sichtlich gelohnt, auch wenn die Damen und Herren reichlich erledigt waren am Schluss.

Liverpool Tattoo Convention 2016 / engl.

[The german version can be found here]

[The images are the same, only divided differently as they are at the bottom of the article in this version]

Once a year we treat ourselves beside the numerous conventions in Germany, to an event in Great Britain. Last year it struck us to Edinburgh, this year we decided to see the Liverpool Tattoo Convention.

From May 6th to 8th 2016, we were guests at the Liverpool Tattoo Convention at the Britannia Adelphi Hotel, in the heart of the city. Not far from the harbour, the Radio City Tower and the Liverpool One. Enthroned at a well-traveled crossroad, a superb bunker in chic dark white.

If a convention takes place directly in a hotel, so it is practical to book a room in this etablissement. Of course it included  a Full English Breakfast. Very comfy, if you just go out of the room, you have to go down 1 floor and get directly to the Convention.

Friday was ‚Artist Day‘, which is only for customers who already have a fixed appointment and of course the artist for buildung up their workspace, participating in seminars or simply discuss the news at one of the bars, which were selling the pint for just 1.70 GBP.

Our cards were valid for the weekend but without any problems upgraded to a gold package, so we could now also roam on Friday through the hallowed halls with our golden bracelets.

On Saturday with the cameras prepared, we came into the lobby, and the British summer and all its consequences was already there.

Note: If it does not snow, it is summer. British rule. Done. Simple as that. This might get you in trouble, in special for the eyes, because one of the most popular colors in the wild, is the ‚british raging orange‘, also known as self tanning spray in orange color. At a convention however, rarely if ever seen, because here it is more likely that light skin with lots of inked color is shown. 

The list of artists is available at the convention website and it will take a while to study the over 200 artists and traders which gave the honor and it was damn good.

Whether system was behind the seperation of the areas, the tattoo artists were accommodated in 5 areas that were all within easy reach of the main hall. It seemed that it had resulted in the traditional / old school artists in the eastern part of the Convention, the neotraditionalists and comic style masters in the west, the all-rounders in the middle and in the northern part for realistic experts where the Main Stage was also located.

Overall, the tattoo design selection was very balanced, typical for the UK in my opinion were the very many traditionals. Sooo much classical motifs but it had also an enormous amount of realism. Interesting was the lack of any kind of Symbolism like the german, austrian exhibitions have .. so no little hearts, stars, infinity symbols, or letterings with ’stay strong‘ or ‚family‘ and stuff. The young ladies will get no unreadable latin word behind their ear but a massive Rose playced on the knee. Bamm, big, massive, awesome.

Two days of convention will end  unfortunately at some point and as at the german events, most artists grab their belongings and leave an orphaned stall when the first contest is on stage. Even if the hall is still full of visitors.

Speaking stalls. While they moan in my homecountry, that even a 5×3 meters booth which allows them to bring their entire studio to the convention is too small, the brits are all squeezed in tiny areas that the artist can hardly turn around. 2 x 1 meters and the head of the customer next to them is nearly touching the next artists toe. People placed on their massage bed in the middle of the passageway, all quite normal and the locals are not worrying or demanding larger floors.

A really big thumb up for this event! It was loud, hot, tight but it was also a brilliant event with great impressions.

Liverpool Tattoo Convention 2016

[English version available]

einmal im Jahr goennen wir uns neben den zahlreichen Conventions in Deutschland, eine Veranstaltung in Grossbritannien. Letztes Jahr verschlug es uns nach Edinburgh,  dieses Jahr entschieden wir uns fuer die Liverpool Tattoo Convention.

Vom 6. bis 8. Mai 2016 waren wir zu Gast bei der Liverpool Tattoo Convention im Britannia Adelphi Hotel, im Herzen der Stadt. Unweit vom Hafen, dem Radio City Tower und dem Liverpool One trohnt an einer gut befahrenen Kreuzung der Prachtbunker in schickem dunkelweiss.

Wenn eine Convention direkt in einem Hotel stattfindet, so ist es nicht unpraktisch auch dort ein Zimmer zu buchen. Inklusive Full Englisch Breakfast versteht sich. Ziemlich laessig, wenn man nur aus dem Zimmer gehen, 1 Etage runterfahren muss und dann direkt in der Convention raus kommt.

Der Freitag war ‚Artist Day‘, also nur fuer Kunden die bereits einen fixen Termin haben und die Kuenstler selber, die an Seminaren teilnehmen, in Ruhe aufbauen oder einfach fachsimpelnd an einer der zahlreichen Bars fuer 1.70 GBP das Pint zischen wollen. Unsere Karten1 wurden kurzerhand und ohne Probleme zu einem goldenen Paket umgebucht2, so dass wir mit unseren gueldenen Armbaendchen nun auch am Freitag durch die heiligen Hallen streifen konnten.

Die Ruhe war truegerisch, denn als wir am Samstag wieder, diesmal mit den Kameras bewaffnet, in die Lobby kamen, war der britische Hochsommer und alle seine Folgen bereits da.

Merke: Wenn es nicht schneit, ist in GB Sommer. Fertig. Simple Sache. Das kann fuer das Auge auch mal schief gehen, denn eine der beliebtesten Farben ist in der freien Wildbahn ‚british raging orange‘, auch bekannt als Selbstbraeuner im Farbton orange. Auf einer Convention jedoch selten bis nie anzutreffen3, denn hier gilt es helle Haut mit viel Farbe zu zeigen.

Die Liste der Kuenstler kann man sich auf der Conventionseite ruhig mal in Ruhe ansehen, denn weit ueber 200 Aussteller gaben sich die Ehre und durch die Bank waren es verdammt Gute.

Ob System hinter der Aufteilung steckte, weiss ich nicht sicher, vermute es jedoch. Die Taetowierer waren in 5 Bereichen untergebracht, die alle von der Haupthalle aus gut zu erreichen waren.  Es schien so, als waeren die Traditional / Oldschool Kuenstler im oestlichen Teil der Convention, die Neotraditionalisten und Comicart Stecher im Westen, die Allrounder in der Mitte und die Realistikexperten im Nordteil bei der ‚Main Stage‘ untergebracht.

Insgesamt hielt sich die Motivauswahl sehr die Waage, fuer GB ueblich sehr, sehr viele Traditionals. Wahnsinnig viel klassische Motive aber eben auch eine Unmenge an Realistik. Vergeblich suchte man, wenn man es denn wirklich suchen haette wollen, jegliche Art von ‚Symbolik‘ .. also Herzchen, Sternchen, Unendlichkeitszeichen, Schriftzuege oder Schnoerkel. Die jungen Damen hier machen sich keinen Notenschluessel hinters Ohr sondern eine massive Rose aufs Knie. Bamm, gross, massiv, geil.

Zwei Tage Convention gehen leider irgendwann auch vorbei und wie bei deutschen Veranstaltungen auch, packen am Sonntag Nachmittag die ersten Kuenstler ihre sieben Sachen und lassen verwaiste Staende zurueck. Schade eigentlich, dass dies auf allen Messen ziemlich gleich ablaeuft. Wenn der erste Contest los geht, packen die Leute zusammen, selbst wenn die Halle noch voller Besucher ist.

Apropos Staende. Waehrend sich in Deutschland jeder wie Graf Koks an seinem 3 x 5 Meter Stand ausbreitet, wie im heimischen Studio, sind die Booths in England so winzig, dass die Kuenstler sich kaum umdrehen koennen.  2 x 1 Meter und der Kopf vom Kunden nebenan haengt ihnen noch im Farbtopf. Menschen die auf Liegen platziert mitten in den Gang ragen, alles ganz normal und der Brite sieht es gelassen.

Fuer diese Veranstaltung ein dickes Daumen nach oben! Es war laut, warm, eng aber eben auch eine geniale Veranstaltung mit tollen Eindruecken.

  1. Silver []
  2. kostenfrei []
  3. beim Stadtbummel dafuer permanent []